Mittwoch, 9. März 2011

Eine Geschichte zum Nachdenken


Die drei Söhne

Drei Frauen kommen an einen Brunnen, um Wasser zu schöpfen. Sie sprechen von ihren drei Söhnen.
„Meinen Sohn solltet ihr singen hören“, sagte die erste, „das tönt so schön, als wenn eine Nachtigall singen würde.“
Die zweite sagte: „Mein Sohn ist stark und schnell. Er schleudert einen Stein fast bis zu den Wolken und fängt ihn wieder auf.“
Die dritte schweigt.
Da fragten die anderen: “Und dein Sohn?“
„Was soll ich erzählen“, sagt sie, „mein Sohn ist ein junger Bursche wie andere auch.“

Nun machten sich die drei Frauen auf den Heimweg. Die Sonne brennt, der Wassereimer wird schwer. Da kommen den drei Frauen deren drei Söhne entgegen. Der erste singt so schön wie eine Nachtigall, der zweite schleudert Steine in die Luft und fängt sie wieder. Der dritte aber läuft zu seiner Mutter und nimmt ihr den Eimer ab.

Ein alter Mann neben dem Brunnen hat alles mit angesehen. Eine der drei Frauen fragt ihn: „Nun, was sagst du zu unseren drei Söhnen?“

„Drei Söhne?“, fragte der Alte, „Ich sehe nur einen.“


Leo. N. Tolstoi


Heute ist Aschermittwoch, die närrische Zeit ist vorbei - die Fastenzeit beginnt. Wir sind auf dem Weg nach Ostern. Es tut gut, ab und zu wieder mal besinnlich zu sein - trotzdem sollen wir das Lachen nicht verlernen. Unter Fastenzeit verstehe ich, einfach gut mit sich selber umgehen! Das ist schon ein guter Weg!

Liebe Grüße an Euch

Renate

Kommentare:

Irmi hat gesagt…

Liebe Renate,
will mich auch mal wieder melden.
eine besinnliche Geschichte. Man sollte nicht in seine Kinder schauen, wie in einen Spiegel. Wir sind alles nur Menschen mit unseren Fehlern und Vorteilen.
Liebe Abendgrüße
Irmi

Lemmie hat gesagt…

Liebe Renate!
Das ist wieder eine Geschichte ganz nach meinem Herzen.
Lieben Gruß
Poldi

Karl hat gesagt…

eine wunderbare Geschichte.
Liebe Grüße,
Karl

susibella hat gesagt…

Eine sehr zu Herzen gehende Geschichte die sehr viel Wahrheit enthält. Auch dir liebe Reni eine besinnliche Fastenzeit.Lasse es dir gutgehen. liebe Grüße ilse.

Gerti Kurth hat gesagt…

Du hast eine besinnliche und gute Geschichte hereingestellt, liebe Renate. Danke.
Die Fastenzeit sollte uns innehalten lassen nach den lauten Tagen.
Ein schönes Wochenende wünscht
Gerti

Karin hat gesagt…

Liebe Renate, deine Seite ist wunderbar farbintensiv, wohltuend und harmonisch. Ich verweile gern hier, auch wenn ich kaum mal kommentiere. Ich frag mich nur, wo du deine ganzen Energien hernimmst.
Danke für deinen lieben laaaaaangen GB-Eintrag. Ich habe mich sehr gefreut. Gesundheitlich habe ich wichtige Dinge überstanden und hinter mich gebracht, aber dennoch bin ich immer wieder etwas geschockt, was so ständig wie aus heiterem Himmel erscheint. Jeden Tag was Neues... Da ein gelähmter Arm, ein schmerzendes Gelenk, ein Abszess, Zahnschmerzen, und andere Wehwehchen. Aber es ist wohl alles normal, wenn man die 70 erreicht hat. Hach, sonst ginge es mir ja auch viel zu gut. Der Frühling wird mich schon wieder voll auf beide Beine stellen. Ich genieße den Augenblick.
Dir alles Liebe - und - während deiner langen Abwesenheit habe ich mir ernstlich Sorgen gemacht. Ich habe jetzt den großen Zwei-Jahres-Durchcheck vor mir...
Herzliche Grüße
Karin

Waltraud hat gesagt…

Guten Tag,

Nachdem ich den Eintrag von meiner Vorgängerin gelesen habe, bin ich froh, dass ich gesund bin. Manchmal ist es gut, einmal inne zu halten und sich bewußt zu machen, für was man im Leben alles Dankbar sein kann. Gesundheit gehört für mich dazu.
Ich wünsche Dir und Gert ein schönes Wochenende
liebe Grüße Waltraud