
Die Freude war riesengroß!
Maxi und Max haben Nachwuchs bekommen. Mäxchen ist angekommen und so können die beiden ihren Nachwuchs stolz in ihren Armen halten.
Wie das passiert ist? Nun, ich will es Euch erzählen!
Als ich in Liezen war, schaut ich eines Tages in einen Schrank von meiner Schwester. Und was sah ich da? Eine Menge kleine und große Puppen fristen ihr Dasein im Dunkel dieses Schrankes. Ich sah sie mir an und war eigentlich traurig, dass sie alle hier in einem großen Korb lagen.
Immer wenn die Türe zum Schrank geöffnet wird, spähen sie dem Licht entgegen, das nur für einen Augenblick in das Dunkel dringt. Ich hoffe, dass meine Schwester sie nun alle ans Licht geholt hat!!!
Nun fielen mir zwei kleine Puppen auf, Brüderchen und Schwesterchen. Ich holte sie raus und gleich hatte ich eine Idee.
Ohne dass ich meiner Schwester etwas sagte, nahm ich das Brüderchen raus und steckte es in meinen Koffer, denn es ging ja wieder bald nach Hause in Richtung Saarland.
Die Reise für das kleine Mäxchen war sicherlich sehr aufregend. Nie zuvor in seinem Leben war es mit dem Zug gefahren und es lag, gut verstaut, in ein großes Taschentuch eingewickelt, in meiner Handtasche.
Ich freute mich schon auf mein Vorhaben, das kleine Mäxchen den beiden großen Wichtel in der Vorweihnachtszeit zu schenken. Zu Hause angekommen, bastelte ich ihm ein klitzekleines Mützchen und holte Maxi und Max aus meinem Schrank, wo diese auch ein ganzes Jahr warteten, endlich wieder ans Licht zu kommen.
Ja, nun war es soweit, der 1. Advent nahte und ich holte die beiden glücklichen Eltern und übergab ihnen ihren Neuankömmling: Mäxchen! Sie haben sich sicherlich gefreut. Sie sind ja nur aus Holz und Stoff, aber so etwas wie ein kleines Herz wird wohl auch in ihnen schlagen.; zumindest für uns Menschen nicht hörbar.
Nun sitzen die drei glücklich und zufrieden auf meinem Schrank, den ich extra wieder für sie dekoriert habe. Habe Schnee aufgestreut, Tannenzweige in eine selbstbemalte Glasvase gestellt und ein paar Kerzen brennen täglich - aus Ausgleich für die lange Dunkelheit in meinem Kleiderschrank.
Neulich war ein kleiner Schneemann zu Besuch. Er blieb aber nur eine kleine Weile, denn ich schenkte ihn einer lieben Freundin, die mich kurz besuchte. Dort ist er jetzt auch gut aufgehoen, denn auch sie hat ein Herz für diese kleinen, netten Dinge, die das Leben so lebenswert machen.
Maxi und Max haben ja ihr Mäxchen und sind über alle Maßen froh mit ihrem "Kind". Alle drei freuen sich schon auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Wir doch auch, oder?
Einen lieben Gruße an Euch alle!
Eure Renate