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Montag, 19. Oktober 2015

Eine Geschichte, die nachdenklich stimmt

Die drei Söhne
       
Drei Frauen wollten am Brunnen Wasser holen. Nicht weit davon saß ein alter Mann auf einer Bank und hörte zu, wie die Frauen ihre Söhne lobten.
„Mein Sohn“, sagte die erste, „ist so geschickt, dass er alle anderen hinter sich läßt...“ „Mein Sohn“, sagte die zweite, „singt so schön wie die Nachtigall! Es gibt keinen, der eine so schöne Stimme hat wie er...“
„Und warum lobst du deinen Sohn nicht?“ fragten sie die dritte, als diese schwieg. „Er hat nichts, was ich loben könnte“, entgegnete sie. „Mein Sohn ist nur ein gewöhnlicher Knabe, er hat nichts Besonderes an sich und in sich...“
Die Frauen füllten ihre Eimer und gingen heim. Der alte Mann aber ging langsam hinter ihnen her. Die Eimer waren schwer und die abgearbeiteten Hände schwach. Deshalb legten die Frauen eine Ruhepause ein, denn der Rücken tat ihnen weh.
Da kamen ihnen drei Jungen entgegen. Der erste stellte sich auf die Hände und schlug Rad um Rad. Die Frauen riefen: „Welch ein geschickter Junge!“ Der zweite sang so herrlich wie die Nachtigall, und die Frauen lauschten andachtsvoll mit Tränen in den Augen. Der dritte Junge lief zu seiner Mutter, hob die Eimer auf und trug sie heim.
Da fragten die Frauen den alten Mann: „Was sagst du zu unseren Söhnen?“ „Wo sind eure Söhne?“ fragte der alte Mann verwundert. „Ich sehe nur einen einzigen Sohn!"

Leo N. Tolstoi


Einfach mal etwas zum Nachdenken!

Liebe Grüße in die neue Woche

Eure Renate






Dienstag, 8. September 2015

Jedem Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann!


Foto: Renate Harig
Vor 2 Jahren habe ich die beiden getroffen.
Sie ließen sich das frische Heu gut schmecken.

Selber wissen was richtig ist
Worte zum Nachdenken

Ein Vater zog mit seinem Sohn und einem Esel in der Mittagsglut durch die staubigen Gassen von Keshan.
Der Vater saß auf dem Esel, den der Junge führte.
"Der arme Junge", sagte da ein Vorübergehender. "Seine kurzen Beinchen versuchen mit dem Tempo des Esels Schritt zu halten. Wie kann man so faul auf dem Esel herumsitzen, wenn man sieht, dass das kleine Kind sich müde läuft."

Der Vater nahm sich dies zu Herzen, stieg hinter der nächsten Ecke ab und ließ den Jungen aufsitzen.

Gar nicht lange dauerte es, da erhob schon wieder ein Vorübergehender seine Stimme: "So eine Unverschämtheit. Sitzt doch der kleine Bengel wie ein Sultan auf dem Esel, während sein armer, alter Vater daneben herläuft."

Dies schmerzte den Jungen und er bat den Vater, sich hinter ihn auf den Esel zu setzten.

"Hat man so was schon gesehen?" keifte eine Frau, "Solche Tierquälerei! Dem armen Esel hängt der Rücken durch, und der alte und der junge Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus, als wäre er ein Diwan. Die arme Kreatur!"

Die Gescholtenen schauten sich an und stiegen beide, ohne ein Wort zu sagen, vom Esel herunter.

Kaum waren sie wenige Schritte neben dem Tier hergegangen, machte sich ein Fremder über sie lustig: "So dumm möchte ich nicht sein. Wozu führt ihr denn den Esel spazieren, wenn er nichts leistet, euch keinen Nutzen bringt und noch nicht einmal einen von euch trägt?"

Der Vater schob dem Esel eine Hand voll Stroh ins Maul und legte seine Hand auf die Schulter des Sohnes.

"Gleichgültig, was wir machen", sagte er, "es findet sich doch jemand, der damit nicht einverstanden ist. Ich glaube, wir müssen selbst wissen, was wir für richtig halten."

(Aus: Peseschkian. Der Kaufmann und der Papagei)


Jedem Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann!
Diese Geschichte zeigt es ganz deutlich, dass es schier unmöglich ist, es jedem recht zu machen. Wir selber entscheiden, was gut für uns ist und sollten auch danach handeln. Es ist immer die beste Entscheidung, wenn man in sein Innerstes schaut und spürt, was UNS gut tut!

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine gute Zeit und immer die richtige Entscheidung in wichtigen Situationen in Eurem Leben! Passt gut auf Euch auf!!!!

Herzlich

Eure Renate
Foto: Renate Harig
Ich bin doch ein hübscher Kerl, nicht wahr?

Freitag, 10. April 2015

GEDICHTE sind wie Sonnenstrahlen

Ich habe - wie schon so oft - von meiner Mailfreundin Marianne Reepen ein Gedicht bekommen.
Dieses spricht mir total aus der Seele. Sie hat es so schön formuliert und mir macht es Freude, es zu lesen! Es ist genau so, wie Marianne die Worte dafür gefunden hat!

Ich freue mich auch, wenn das eine oder andere Gedicht in ein warmes Herz fällt und dieser Mensch die Gedanken lieben lernt. Ich bin glücklich darüber, dass ich persönlich das schon SEHR oft erleben durfte!

DANKE, liebe Marianne!!

Hier ist DEIN Gedicht:

 
 
GEDICHTE

sind wie kleine Sonnenstrahlen,
die kurzfristig leuchten,
um dann wieder,
wie hinter Wolken zu entschwinden,
sind wie zarteste Schneeflocken,
die – wie in einem feinen Märzenschnee - 
unter den ersten wärmenden Sonnenstrahlen
fast unbemerkt dahinschmelzen.   
 
Mit lebendig warmem Herzen
wurden sie geschrieben,
und mancher liest sie,
um sich kurze Zeit an ihnen zu erfreuen.  
 
Jedoch genau so still und überraschend,
wie sie uns zuflogen,
werden sie wieder vergessen.  
 
Nur manche von ihnen fallen in warme Herzen,
in solche, die sich anrühren lassen.
 
  Alle entstehen in der Seele eines Menschen, 
erwachsen aus seinem Erleben und Empfinden.
 
 Und manche dieser Gedanken
beginnt man zu lieben.
 
 
© Marianne Reepen
http://mariannereepen.jimdo.com/
 

Montag, 24. November 2014

Das rosa Tütchen - Eine bekannte Geschichte; aber so schön!



Eine so nette Geschichte, die ich Dir gerne wieder einmal lesen lassen möchte!

Als ich eines Tages, ...
wie so oft traurig, durch den Park schlenderte und mich auf einer Parkbank niederließ, um über alles nachzudenken was in meinem Leben schief läuft, setzte sich ein fröhliches kleines Mädchen zu mir.

Sie spürte meine Stimmung und fragte: "Warum bist du so traurig?"
"Ach" sagte ich "Ich habe keine Freude im Leben. Alle sind gegen mich. Alles läuft schief. Ich habe kein Glück und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll".
"Hmmm", meinte das Mädchen, "Wo hast du denn dein rosa Tütchen? Zeig es mir mal. Ich möchte da mal hineinschauen." "Was für ein rosa Tütchen?" fragte ich sie verwundert. "Ich habe nur ein schwarzes Tütchen."
Wortlos reichte ich es ihr.

Vorsichtig öffnet sie mit ihren zarten kleinen Fingern den Verschluss und sah in mein schwarzes Tütchen hinein. Ich bemerkte, wie sie erschrak. "Es ist ja voller Alpträume, voller Unglück und voller schlimmer Erlebnisse!"

"Was soll ich machen? Es ist eben so. Daran kann ich doch nichts ändern."
"Hier nimm," meinte das Mädchen und reichte mir ein rosa Tütchen. "Sieh hinein!"
Mit etwas zitternden Händen öffnete ich das rosa Tütchen und konnte sehen, dass es voll war mit Erinnerungen an schöne Momente des Lebens. Und das, obwohl das Mädchen noch jung an Menschenjahren war!

"Wo ist dein schwarzes Tütchen?" fragte ich neugierig.
"Das werfe ich jede Woche in den Müll und kümmere mich nicht weiter darum" sagte sie.
"Für mich besteht der Sinn des Lebens darin, mein rosa Tütchen im Laufe des Lebens voll zu bekommen. Da stopfe ich soviel wie möglich hinein. Und immer wenn ich Lust dazu habe oder ich beginne traurig zu werden, dann öffne ich mein rosa Tütchen und schaue hinein. Dann geht es mir sofort besser.

Wenn ich einmal alt bin und mein Ende droht, dann habe ich immer noch mein rosa Tütchen. Es wird voll sein bis obenhin und ich kann sagen, ja, ich hatte etwas vom Leben. Mein Leben hatte einen Sinn!"

Noch während ich verwundert über ihre Worte nachdachte, gab sie mir einen Kuss auf die Wange und war verschwunden. Neben mir auf der Bank lag ein rosa Tütchen.
Ich öffnete es zaghaft und warf einen Blick hinein.

Es war fast leer, bis auf einen kleinen zärtlichen Kuss, den ich von einem kleinen Mädchen auf einer Parkbank erhalten hatte...

Schön, nicht wahr? Na dann lasst uns unser rosa Tütchen füllen :-)

- Autor mir unbekannt -



Bald ist Advent - es tut gut, etwas nachdenklich und besinnlich zu sein. Diese Geschichte sorgt ganz bestimmt dafür, dass etwas Ruhe einkehrt in dieser hektischen Zeit! Alles Liebe für DICH
 
Renate


Freitag, 7. November 2014

Nicht jeden Tag scheint die Sonne, es muss auch mal Regen geben!





 
Sei nicht traurig – lebe!!!!
 
 
Wenn die Eintönigkeit an die Türe klopft
und die Traurigkeit beim Fenster reinschaut,
wenn du nur grau siehst, auch wenn der Himmel blau ist,
dann ist es Zeit, dass du dringend etwas tust –
du musst dich selber an der Hand holen mit
ganzer Kraft, auch wenn es dir schwer fällt,
atme tief durch und versuche zu lächeln,
die Anstrengung lohnt sich, ganz sicher!
Dann öffne die Türe und schick’ sie freundlich,
aber mit Nachdruck weg,  die Eintönigkeit,
wische deine Fenster blank, mit der ganzen Energie,
die doch in dir ist, damit sich der blaue Himmel
und die Sonnenstrahlen drinnen spiegeln können.
Hole dir ein paar Blumen, fülle eine Vase mit Wasser,
stelle dir vor, dass du eine der Blumen bist,
deren Blütenblätter welk und kraftlos sind
und schau, was passiert, wenn sie im frischen,
klaren Wasser sich langsam erholen und sich
wieder empor richten – ganz langsam aber stetig!
Sage dir, dass es sich nicht lohnt, traurig zu sein –
Du hast nur das eine Leben – nütze jede Minute –
Es lohnt sich nicht, den Kopf hängen zu lassen –
Schick sie weg, die Eintönigkeit und die Traurigkeit!
Lebe JETZT und HEUTE und lass’ es zu,
dass die Sonnenstrahlen dich wärmen
und sei dankbar für jedes Fleckchen Himmelsblau!
Na schau, es geht doch schon wieder, oder?
 
 
© Renate Harig - 2012


Es geht mir gut. Diese Gedanken passen aber so richtig zum Novemberwetter und manch' einer wird sich in diesen Tagen vielleicht in den Worten wiederfinden. Solche Stimmungen kennen wir auch alle, denke ich! Gut, dass dann immer wieder aus einer dunklen Wolke die Sonnenstrahlen hervor spitzen und schon geht's wieder besser!

Wem es gerade mal nicht so gut geht, dem wünsche ich, dass die Lebensgeister wieder erwachen und dass er neuen Mut findet, egal, was ihn gerade drückt!

Ich drück' Euch auf alle Fälle ganz lieb!

Eure Renate

 

Freitag, 12. September 2014

Meine Gedanken fliegen heute zu DIR - hoch über die Wolken


Liebe Mutti,

Vor 57 Jahren war ich 13 Jahre alt -
da schreibst Du mir in mein Poesiealbum:

Ob reiches Glück dir zugemessen,
ob kummervoll dein Schicksal ist,
die Mutter sollst du nie vergessen,
damit du dich nicht selbst vergisst.
Treu sollst im Herzen du sie halten,
wie es dir auch im Leben geht,
sie lehrte dich die Hände falten
und sprach dir vor dein erst Gebet.

Wie sollte ich DICH je vergessen - Du bist mir immer nahe,
so lange mein Herz schlägt!!!

98 Jahre wärst du heute geworden -
11 Jahre bist Du nun nicht mehr bei uns;
ich will nicht traurig sein,
sondern dankbar für die Zeit, die wir zusammen hatten!

Meine Gedanken bekommen Flügel und fliegen zu DIR!

In Liebe Renate

Donnerstag, 11. September 2014



Wir alle wissen, dass es ganz viel Trauriges und Schreckliches in der Welt gibt - so jährt sich heute wieder der 11. September 2001, an dem Furchtbares geschehen ist; es gibt Krieg in so vielen Ländern und Uneinigkeit unter den Menschen und es weint oft nicht der Himmel, sondern die Tränen der vielen Kinder, Frauen und Männer wollen einfach nicht versiegen.

An ALLE DIESE MENSCHEN denke ich!

Trotzdem geht das Leben immer weiter und man muss oft in sich selber ein LICHT anzünden, damit man die HOFFNUNG an das GUTE nicht verliert.

Deswegen darf man auch immer wieder mal ein FRÖHLICHES GESICHT machen, denn sonst würde man aufhören zu leben!

Liebe nachdenkliche Grüße schickt EUCH allen * Renate *


Montag, 19. Mai 2014

Das leere Blatt Papier - eine kleine Geschichte

Das leere Blatt Papier

Es war einmal ein leeres Blatt Papier. Und dieses leere Blatt legte großen Wert darauf, leer zu bleiben. Es wollte makellos weiß und rein sein.

Wann immer jemand kam, um auf ihm zu schreiben, sorgte das leer Blatt dafür, dass der Kopf dieser Person ebenfalls völlig leer wurde - eben genauso leer, wie es selbst war. Keiner konnte mehr einen klaren Gedanken fassen, keinem fiel auch nur ein einziges Wort ein, das er hätte schreiben können.

Eines Tages aber kam ein kleiner Junge vorbei. Der nahm einen Stift und malte einige Kringel auf das Blatt Papier. Dafür brauchte er nichts im Kopf, die Kringel kamen einfach so.

Das Blatt war verzweifelt. Nun war es besudelt! Nun war es vollkommen wertlos.

Doch kurz darauf kam die Mutter des Kleinen Jungen. Dem Blatt war es nun egal und es ließ geschehen, dass die Frau auf ihm schrieb.
Sie notierte sich einige wichtige Dinge, die sie nicht vergessen durfte.

Und da erlebte das Blatt ein ganz neues Gefühl:
Es war nützlich.

(c ) Tania Konnerth (aus der Schatzkiste des Lebens)

Aus ein paar Kringeln wurde ein bisserl mehr!
Ich wurde für ein paar Minuten nochmals ein 4 Jahre altes Kind!
Hab' mir Mühe gegeben!
Ein leeres Blatt Papier ist vor mir auch nicht sicher! Heute ist es nicht mehr ganz so arg, aber früher musste ich einfach was draufschreiben und malen! Es hatte eine besondere Anziehungskraft. So gesehen, habe ich ganz viele "hochnäsige und eingebildete" weiße, leere Blätter zur Verzweiflung gebracht - oder vielleicht auch nicht *lach*!
 
Liebe Grüße
Eure Renate
 
 

Dienstag, 13. Mai 2014

Der verlorene Mut - Eine kleine Geschichte

Der verlorene Mut

Eines Tages fand sich der Mut irgendwo auf einer Landstraße wieder.

Er hatte keine Ahnung, wo genau er sich befand und wie er dort hingekommen war. Jemand musste ihn wohl verloren haben, soviel stand fest.

Nun saß der Mut also am Straßenrand und wusste nicht, was er tun sollte. Ihm war leider nicht bekannt, wer ihn eigentlich verloren hatte und so konnte er sich nicht selbst auf die Suche nach der Person machen, die ihn mutmaßlich bereits vermisste.

Also beschloss er, genau dort, wo er war, sitzen zu bleiben.
Und wahrscheinlich sitzt er noch immer dort und wartet darauf, wiedergefunden zu werden.

(c) Tania Konnerth - aus dem Büchlein "Aus der Schatzkiste des Lebens"


Also ich denke, dass er ganz bestimmt wiedergefunden wurde. Wenn noch nicht, dann wird es sicher bald geschehen!
Anmerkung: Ich habe ihn auf keinen Fall verloren!


Ich schick' Euch liebe Grüße

Eure Renate

Einsamer Löwenzahn am Straßenrand
 



Sonntag, 23. Februar 2014

Eine Geschichte von einem alten Vater, seinem Sohn und einem Spatz



Eine rührende Geschichte, wie ich finde. Sie zeigt uns, dass wir alle irgendwann mal wieder wie Kinder werden und hätten auch gerne eine ähnliche Zuwendung, Verständnis
und Geduld von unseren Kindern.

Aber das scheint sehr schwierig zu sein, wie man immer wieder feststellen muss. Leider!

Jeder wird einmal alt und nicht jeder hat das Glück, alles alleine in den Griff zu bekommen. Hoffen tun wir das ALLE. Keiner will von den Kindern abhängig sein und möchte seine Eigenständigkeit behalten. Wir können nur hoffen!

Gut, dass niemand weiß, wie es dann sein wird. Einen Weg gibt es immer!
 
Diese Geschichte hat mich echt etwas nachdenklich gemacht!
 
 
Ich wünsche Euch eine gute, neue Woche!
Liebe Grüße 
 
Eure Renate


Nun etwas Herzerfrischendes für DICH
Es war einmal ein kleiner Spatz, der flügge geworden ist und sich dann
doch nicht getraut, das Nest zu verlassen. Aller Anfang ist auch schwer!
Einfach sooooooooooooo lieb!
                                                                            
                   

Montag, 10. Februar 2014

Lachen tut der Seele gut - Der Clown



 
Lachen ist gesund
- Der Clown -
 
Er trägt ein Lachen im Gesicht,
und niemals zeigt er, was er denkt,
auch was er fühlt, das weißt du nicht,
weil er dir nur sein Lachen schenkt.
 
Sein breites Lachen ist Fassade
für des Auftritts kurze Zeit.
Ist der vorbei, denkst du: „Schade!“
Sein Lachen war für dich bereit.
 
Mag's ihm oft zum Weinen sein,
er hat auch Sorgen dann und wann,
du siehst sein Lachen nur allein,
und dieses zieht dich mächtig an!
 
Auch du bist oft nur so ein Clown,
kaum einer weiß, wie du so bist,
lässt keinen in deine Seele schaun,
weil das auch nicht so einfach ist.
 
Mein guter Rat, geb‘ ihn dir gerne,
lache öfters dann und wann,
Sorgen schicke in die Ferne,
bind‘ sie mal an Wolken an.
 
Sind sie dann ein Stück geflogen,
fühlst du dich wohl  - und mit der Zeit
haben sie sich ganz verzogen -
und zurück kommt Heiterkeit!
 
(c) Renate Harig
 
Ich wünsche Euch allen eine gute, neue Woche; vielleicht kann der eine oder andere über dies oder jenes HERZLICH lachen! Das wünsche ich Euch!
 
Eure Renate                   

Montag, 20. Januar 2014

Was ist nur mit Frau Holle los? Ist sie krank oder schläft sie tief und fest?

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Ich wünsche mir, dass es endlich schneit
 
Ich wünsche mir zur Winterszeit,
dass es endlich, endlich schneit!
Wo bleibt die schöne, weiße Pracht,
die oftmals mich so über Nacht
am nächsten Morgen hat erfreut –
ich wünsche mir so, dass es schneit!
 
Das graue Bild an jedem Morgen
macht mich traurig, weckt die Sorgen –
nur ein kleines bisserl Schnee
macht alles hell, den Wald, den See,
die grauen Straßen und die Zäune,
die Sträucher all’ und auch die Bäume –
und mein Herz es würde lachen,
ein wenig Schnee würd’ Freud’ mir machen!
 
Muss ich Frau Holle heftig rütteln,
und mit ihr die Kissen schütteln?
Sie ist schon alt, das geb’ ich zu,
doch gerade jetzt gönnt sie sich Ruh?
Schlafen kann sie übers Jahr –
Wo ist sie nur? Sie ist nicht da!
Auch Petrus kriegt wohl nichts mehr mit,
ist auch schon alt, nicht mehr so fit,
vergisst auf Winter umzustellen,
schnarcht laut, wie beim Bäume fällen,
und verschläft die Winterzeit?
Kein Wunder, dass es nicht mehr schneit!
 
Deswegen kann ich nur noch hoffen,
dass ein Türchen steht bald offen
in Frau Holles nettem Haus
und ein Englein tritt heraus
und hat Frau Holle aufgeweckt,
sie ihre müden Glieder streckt
und fängt kräftig zu schütteln an,
dass es schneit, was es nur kann!
Denn ich wünsche mir zur Winterszeit,
dass es endlich wieder schneit!!
 
© Renate Harig (03.01.2009)

Na, das habe ich 2009 geschrieben! Und nun passt das Gedicht schon wieder! Es muss ja nicht unbedingt einen Meter schneien, aber so ein paar Flocken würden mich schon freuen! Es passt einfach nicht zum Januar, dass die Rosen am Balkon blühen, Krokusse aus der Erde spitzen, Amseln kräftig singen, als wäre der Frühling in Sicht!

Also, wer einen "guten Draht" zur Frau Holle hat, schubse sie mal ein bisserl an, damit sie sich auf ihre Arbeit besinnt! Wer übernimmt das? Könnte ja auch sein, es will jemand Frau Holles Arbeit ganz übernehmen. Vielleicht gibt es da jemand, der sich dazu berufen fühlt! Könnte ja sein!!! :-)

Einen lieben Gruß

Eure Renate

 
Wintertraum

Donnerstag, 16. Januar 2014

Ich habe unseren Christbaum abgeräumt und alles sorgfältig verpackt - bis zum nächsten Fest!

Nochmals ein Bild vom geschmückten Bäumchen 
Das Schmücken macht natürlich mehr Freude, als das Abräumen; ist ja klar! Zuerst wurde die ganze Wohnung, nicht nur der Baum, "entweihnachtet".
Große Versammlung auf dem Küchentisch!
Ob sie schon beratschlagt haben, wer zum kommenden Fest wieder aus den Kartons darf? Könnte ja sein! Ich denke, dass sie alle wieder irgendwo rumstehen, rumsitzen oder hängen dürfen! 
 
Ich bin einer von 3 "Ganzjahresengel" und habe die Ehre, das ganze Jahr in Renates Nähe sein zu dürfen! Das ist schon etwas ganz Besonderes, finde ich! Deswegen schau' ich auch ganz entspannt und freue mich!
Die echten Kerzen habe ich vom Baum genommen, auf einen Glasteller gestellt und sie durften eine ganze Stunde lang bis zu ihrem Ende brennen. So lange hat es gedauert, bis die letzte Kerze ausging. Es ist seit Jahren für mich eine liebgewonnene Tradition und ich möchte sie nicht mehr missen!
Ja, und das ist sie - die LETZTE Kerze - gleich wird sie erlöschen! Dann ist der Christbaum Vergangenheit und ich freue mich schon wieder auf den nächsten! Hoffe, dass wir alle gesund und munter diesen wieder schmücken dürfen!

Alles Liebe und einen schönen Tag

Renate
 

Montag, 10. Juni 2013

Der wertvolle Stein

Der wertvolle Stein
Eine weise Frau reiste durch die Berge. Eines Tages fand sie dort in einem Bachlauf einen sehr, sehr wertvollen Stein.

Am nächsten Tag traf sie einen Wanderer. Der Mann war hungrig und die weise Frau öffnete ihre Tasche, um mit ihm ihr Brot zu teilen. Da sah der Wanderer den wundervollen Stein in ihrer Tasche. „Gib mir den Stein", sagte er. Die Frau reichte dem Mann ohne jedes Zögern den Stein. Der machte sich schnell davon, denn ihm war klar, dass der Stein sehr, sehr wertvoll war und dass er nun den Rest seines Lebens sorgenfrei verbringen konnte.

Einige Tage später kam der Mann jedoch zurück zu der weisen Frau und gab ihr den Stein wieder. „Ich habe nachgedacht", sagte er. „Ich weiß, wie wertvoll dieser Stein ist. Und ich gebe ihn dir zurück. Das tue ich in der Hoffnung, dass du mir etwas viel Wertvolleres dafür schenken kannst. Bitte gib mir etwas davon, was es dir möglich machte, mir diesen Stein zu schenken."

-Autor unbekannt-




Diese Geschichte hat mich sehr berührt! Sie sagt mir, dass es einfach viel Wertvolleres gibt als Gut und Geld! Um dieses zu erkennen bedarf es oft nur einer ganz kleinen Begegnung mit einem Menschen, der den Wert des Lebens erkannt hat und diese Erkenntnis - ohne es zu beabsichtigen  - an uns weitergibt!

Unser Tobias ist wieder gut daheim angekommen. Wir freuen uns alle SEHR, dass er wieder in unserer Nähe ist!
Wir haben schöne Tage mit ihm verbracht!

Liebe Grüße an EUCH und eine gute Zeit!

Renate


Freitag, 29. März 2013

Karfreitag

ER ist auch für DICH gestorben

Kreuze stehen auch oft am Wegesrand. Wenn ich auf Landstraßen unterwegs bin, dann fallen sie mir auf. Und ich denke an die Menschen, die sie dort für ihre Toten aufgestellt haben. Es ist die Sehnsucht nach einem Ort der Erinnerung. Ein Kreuz hinzustellen, das geht manchmal besser als im Schmerz Worte zu finden.

Denn unser Herz versteht Zeichen. Das Kreuz ist ein Zeichen für Tod und Leben. Beides. Jesus Christus ist am Kreuz gestorben, aber es war nicht das Ende. Das ist der Brennpunkt des christlichen Glaubens. Zwei Balken. Der senkrechte geht vom Menschen zu Gott, der waagerechte von Mensch zu Mensch. Und an der Schnittstelle finde ich mich selbst wieder.

Zugegeben, das Kreuz ist wirklich kein einfaches Symbol und Zeichen unseres Glaubens. Es bedarf der Erklärung und der Deutung. Anderseits – in einer Zeit, in der uns allzu einfache Wahrheiten konsumgerecht angeboten werden, ist es nicht verkehrt, ein Symbol und Zeichen zu haben, das zum Nachdenken anregt und zum Verstehen und Erkennen herausfordert – und das seit nunmehr rund 2000 Jahren.

(gefunden unter: Gedanken zum Karfreitag)


Einen lieben Gruß an einem besinnlichen Tag

Renate

Donnerstag, 3. Januar 2013

Niemand sollte ohne Hoffnung sein! Zünd' an ein Licht!

Hoffnungsbesuch

Trostlosigkeit schlüpfte durch einen kleinen Spalt der Tür ins Zimmer. Da saß schon die Traurigkeit regungslos in einer Ecke. Erschöpft setzte sie sich zu ihr. Nun hielten sich beide fest umschlungen und waren miteinander stumm! Durchs tränenverschmierte Fenster versuchten Sonnenstrahlen die beiden zu erreichen! Aber immer wieder verdrängte eine dicke, graue Wolke die wärmenden Strahlen. Tiefer, immer tiefer sanken ihre Köpfe und sie schienen nichts, aber schon gar nichts um sich wahrzunehmen. Um sie herum sahen sie nur schwarze Schatten.

Da öffnete sich ganz leise, fast unmerklich, die Tür. Die Hoffnung und Zuversicht haben sich zusammen getan und traten vorsichtig in den Raum. Sie schauten sich um. Der Anblick der beiden zusammengekauerten Gestalten tat ihnen in der Seele weh. Wie gut, dass sie etwas mitgebracht hatten. In ihren Händen hielten sie ein kleines, helles Licht und stellten dieses vor der Trostlosigkeit und Traurigkeit unbemerkt auf den Boden.

Zuerst nahmen die beiden es nicht wahr und es schien, als ob die Tränen einfach nicht versiegen wollten! Behaglichkeit und Helligkeit verbreitete sich im Raum. Die dunklen Schatten wurden kleiner und kleiner. Die Trostlosigkeit und Traurigkeit streckten langsam ihre Hände aus, um sich über den kleinen Flammen zu wärmen. Lange saßen sie so da und ließen diese wohltuende Hilfe zu.

Nach einer Weile richteten sich die beiden auf und schauten durch das Fenster, das inzwischen von der Hoffnung und Zuversicht gemeinsam blank geputzt wurde. Man konnte sogar kleine Flecken Himmelsblau erkennen. Die Sonnenstrahlen brachen sich in den letzten Tränen, die noch an den Scheiben hingen, und zauberten ein schillerndes Regenbogenlicht. Die Trostlosigkeit und Traurigkeit sahen diese bunten, hoffnungsvollen Farben und ein kleines Lächeln huschte durch ihre Gesichter und Leben kehrte wieder ein, so nach und nach.

Zufrieden und leise, wie sie gekommen waren, zogen sich die Hoffnung und Zuversicht wieder zurück – aber sie schauten immer wieder mal vorbei, um nach dem rechten zu sehen!

© Renate Harig - Juli 2012


Das soll keine traurige Geschichte sein, sondern eine hoffnungsvolle!
Das Leben besteht eben nicht nur aus sonnigen Tagen; es gibt auch hin und wieder solche, an denen man traurig ist. Vielleicht, weil man von Freunden weiß, dass es ihnen nicht gut geht, oder weil man mit denen Mitgefühlt hat, die man zwar nicht kennt, aber über deren Schicksale man übers Fernsehen, Zeitung oder sonstige Medien erfährt. Kann auch sein, dass man selber manchmal nicht so genau weiß, wie es weitergehen soll.

Aber es gibt sie, die Hoffnung und die Zuversicht, die immer wieder ein warmes Licht für uns bereit stellen, an dem wir uns wärmen können!
Dass dieses Licht nie ganz erlöscht, das wünschen wir uns alle!!!

Pass' einfach gut auf Dich auf!

 Liebe Grüße Renate




Ab 07.01.2013 bin ich mal für eine kleine Weile weg. Wenn ich wieder da bin, melde ich mich! Tschüssi! Bis bald!

Eure Renate

Samstag, 17. November 2012

Es gibt einen Bewohner in deiner Seele

Der Seelenvogel

Eine Geschichte, in der es um unsere Seele und unsere Gefühle geht und darum, wieder einmal mehr auf unsere innere Stimme zu hören.

Tief, tief in uns wohnt die Seele. Noch niemand hat sie gesehen, aber jeder weiss, dass es sie gibt. Und jeder weiss auch, was in ihr ist.

In der Seele, in ihrer Mitte, steht ein Vogel auf einem Bein.

Der Seelenvogel.
Und er fühlt alles, was wir fühlen. Wenn uns jemand verletzt, tobt der Seelenvogel in uns herum; hin und her, nach allen Seiten, und alles tut ihm weh. 
Wenn uns jemand lieb hat, macht der Seelenvogel fröhliche Sprünge, kleine, lustige, vorwärts und rückwärts, hin und her. Wenn jemand unseren Namen ruft, horcht der Seelenvogel auf die Stimme, weil er wissen will, ob sie lieb oder böse klingt. Wenn jemand böse auf uns ist, macht sich der Seelenvogel ganz klein uns ist still und traurig.

Und wenn uns jemand in den Arm nimmt,wird der Seelenvogel in uns grösser und grösser, bis er uns fast ganz ausfüllt. So gut geht es ihm dann.

Ganz tief in uns ist die Seele. Noch niemand hat sie gesehen, aber jeder weiss,
dass es sie gibt. Und noch nie, noch kein einziges mal, wurde ein Mensch ohne Seele geboren.  Denn die Seele schlüpft in uns, wenn wir geboren werden, und sie verlässt uns nie, keine Sekunde, solange wir leben.


So, wie wir auch nicht aufhören zu atmen von unserer Geburt bis zu unserem Tod. Sicher willst du wissen, woraus der Seelenvogel besteht. Das ist ganz einfach. Er besteht aus Schubladen. Diese Schubladen können wir nicht einfach aufmachen, denn jede einzelne ist abgeschlossen und hat ihren eigenen Schlüssel. Und der Seelenvogel ist der einzige, der die Schubladen öffnen kann. Wie?
Auch das ist ganz einfach: mit seinem Fuss.

Der Seelenvogel steht auf einem Bein. Das zweite hat er, wenn er ruhig ist, an den Bauch gezogen. Mit dem Fuss dreht er den Schlüssel zu der Schublade um, die er öffnen will,zieht am Griff, und alles, was darin ist, kommt zum Vorschein. Und weil alles, was wir fühlen, eine Schublade hat, hat der Seelenvogel viele Schubladen.

Es gibt eine Schublade für Eifersucht und eine für Hoffnung. Es gibt eine Schublade für Enttäuschung und eine für
Verzweiflung.
 
Es gibt eine Schublade für Geduld und eine für Ungeduld.
Auch für Hass und Wut und Versöhnung.
Eine Schublade für Faulheit und Leere
und eine Schublade für die geheimsten Geheimnisse.
Diese Schublade wird fast nie geöffnet.
Es gibt auch noch andere Schubladen.
Du kannst selbst wählen, was drin sein soll.
Manchmal sind wir eifersüchtig ohne dass wir es wollen. Und manchmal machen wir etwas kaputt, wenn wir eigentlich helfen wollen. Der Seelenvogel gehorcht uns nicht immer und bringt uns manchmal in Schwierigkeiten. Man kann schon verstehen, dass die Menschen verschieden sind,weil sie verschiedene Seelenvögel haben.

Es gibt Vögel, die jeden Morgen die Schublade "Freude" aufmachen.
Dann sind die Menschen froh. Wenn der Vogel die Schublade "Wut" aufmacht, ist der Mensch wütend. Und wenn der Vogel die Schublade nicht mehr zuschliesst, hört der Mensch nicht auf, wütend zu sein. Manchmal geht es dem Vogel nicht gut. Dann macht er böse Schubladen auf.

Geht es dem Vogel gut, macht er Schubladen auf, die uns gut tun. Manche Leute hören den Seelenvogel oft, manche hören ihn selten. Und manche hören ihn nur einmal in ihrem Leben. Deshalb ist es gut, wenn wir auf den Seelenvogel horchen, der tief, tief in uns ist.

Vielleicht spät abends, wenn alles still ist....

Ich wünsche Euch viel Freude mit der Geschichte, die sicherlich einige von Euch kennen. Ich muss sie immer wieder mal lesen, denn sie berührt meine Seele! Vielleicht geht es dem einen oder anderen auch so!

Ein schönes Wochenende für EUCH! ♥

Eure Renate

Donnerstag, 1. November 2012

Allerheiligen




Du bist nur auf der Durchreise!

Denke daran,
sieh keine Station als die Endstation an!
Klage nicht, wenn die Reisegefährten nichts taugen,
Durchreisende haben das Ziel vor Augen!
Sie fühlen sich überall nur als Gast,
leicht sei ihr Gepäck, weder Bürde noch Last!
Sie schauen und wägen und blicken voraus,
Durchreisende zieht es magnetisch nach Haus!
Oft steigen sie um oder wechseln das Kleid,
denn die Fahrt währet lang und zu Hause liegt weit!
Und verlier`n sie in sternlosen Nächten die Sicht –
sie wissen, am Ende des Tunnels brennt Licht!
Und sie träumen wohl manchmal von einem Idyll,
ruhvollen Verweilens – doch die Fahrt steht nicht still!
Alles fließt, kommt und geht:
Pflanze, Tier, Mensch, Natur –
glaub`mir: Du bist – wie ich –
auf der Durchreise nur.

Marcel Vabny

Ein besinnlicher, nachdenklicher Tag!

Eure Renate


Montag, 6. August 2012

Rosen für OMA

Ein Rosenstrauß für Oma


Zögernd betrat ein kleines Mädchen den Laden von Frau Krause. Und zögernd blieb es mitten in dem kunterbunt mit Blumen, Kräutern, duftigen Seifen, Ölen, Kerzen und Kräutertees ausgestatteten Raum stehen. Es schloss die Augen, drehte sich langsam mehrfach um sich selbst und schnupperte. Tief, langsam, andächtig fast, atmete es ein und aus. Es war, als sammelte es all die Düfte, die sich in Frau Krauses Laden zu einer harmonischen, süßen Mischung vereinten, in diesen wenigen Atemzügen in sich auf. Noch ein tiefes Einatmen, ein zufriedenes Seufzen, dann blickte das Mädchen auf.

"Rosen!", sagte es. "Ich suche Rosen für Oma. Schöne Rosen. Die schönsten, die Sie haben."
"Gerne!" Frau Krause trat zu den Zinkkübeln, in denen die Rosen auf Käufer warteten. "Welche Farbe hast du dir vorgestellt? Rote Rosen zum Beispiel sind Botschafter der Liebe und Zuneigung und ..."

Das Mädchen schüttelte den Kopf. "Die Farbe ist nicht wichtig. Oma soll sich freuen."
"Und deine Oma hat keine Lieblingsfarbe?", erkundigte sich Frau Krause vorsichtig.
"Nein."
"Dann schlage ich dir einen bunten Rosenstrauß vor." Frau Krause zeigte auf die Rosen in ihrem Angebot. "Darüber wird sich deine ..."
"Nein." Es klang lauter nun, dieses Nein.

Frau Krause war ein bisschen ratlos. "Magst du dir die Blumen selbst aussuchen?"
Das Mädchen nickte. Es trat vor die Kübel und Vasen, ganz nahe, dann schloss es die Augen, schnupperte, schüttelte den Kopf, schnupperte weiter und weiter, schließlich nickte es.

"Diese da!", sagte es zufrieden und deutete auf einen Eimer mit Rosen, deren Blütenblätter etwas eingerollt waren und die nicht so schön aussahen. Es waren Rosen, die Frau Krause in ihrem Garten geschnitten hatte, um ihre Blätter zu trocknen für ihre Tees und Duftwässerchen.

"Diese Rosen möchtest du haben? Sie sind eigentlich nicht zum Verkauf gedacht."
"Sie sind aber die schönsten", widersprach das Mädchen.
"Wirklich?" Frau Krause sah das kleine Mädchen verwundert an. "Du hast sie erwählt, weil sie dir leid tun?", rätselte sie.

"Nein. Weil sie am schönsten duften. Darum", antwortete das Mädchen. "Meine Oma kann Blumen nämlich nur mit der Nase sehen und mit den Händen. Sie ist blind."

© Elke Bräunling

Dieser getrocknete Rosenstrauß liegt auf einem uralten Buch. Es ist das Konfirmationsbuch, das mein Urgroßvater (also der Opa meines Vaters) seinem Enkel geschenkt hat mit einem handschriftlichen Eintrag.
Das ist eine Seite aus einem Schulbuch meines Vaters, der in Berlin zur Schule ging! Darinnen habe ich schon als kleines Mädchen gelesen; ganz besonders die Gedichte! Beide Bücher hüte ich SEHR - sie sind ein Schatz für mich!


Ich wünsche Euch einen frohen Wochenbeginn!
Wenns mal nicht so toll ist, dann wünsche ich in allem gute Besserung!

Herzlich Eure
RENATE

Freitag, 27. Juli 2012

Nachdenkliches - es könnte jeden treffen!

Nur ein Landstreicher .....

Abgerissene Kleider, ungewaschene Haare,
insgesamt eine ungepflegte Erscheinung,
Rotweinflasche am Boden vor seinen Füßen
und ein kleiner struppiger Hund auf seinem
Schoß, der sich sichtlich wohl bei ihm fühlt -
Ein Penner sitzt auf einer Bank im Schatten,
ein Mensch, der aus der Gesellschaft ausgegrenzt
ist - schon lange -
Kaum einer fragt sich bei seinem Anblick,
warum er ein Landstreicher geworden ist
und welche Gründe dazu geführt haben,
dass er auf der Straße gelandet ist -
Schrecklich, sagen die einen,
selber schuld, die anderen -
Ob er nun wirklich selber schuld ist,
könnte nur er uns erzählen -
Viele Ereignisse werden wohl passiert
sein, dass er es einfach nicht mehr geschafft
hat, in das so genannte „normale“ Leben
zurückzufinden und vielleicht nur noch
einen einzigen Freund hat, seinen
kleinen, struppigen Hund.
Doch was ist schon normal?
Auch unser geordnetes, nach der Uhr
ausgerichtetes Leben, gerät manchmal
aus den Fugen und so ab und zu kann
es vorkommen, dass wir den Landstreicher
um seine Freiheit beneiden -
Wir Menschen, die es bisher immer wieder
geschafft haben, aus schlimmen Situationen
des Lebens heil davongekommen zu sein,
können froh und dankbar sein, dass es so ist -
Kein Mensch hat das Glück auf Dauer gemietet!

(c) Renate Harig (1998)


Niemand braucht sich etwas einzubilden, dass er es geschafft hat, in unserem sogenannten "normalen" Welt immer wieder die Kurve bekommen zu haben. Es braucht oft nicht viel passieren, dass es einen Menschen aus der "Bahn wirft"! Es könnte eigentlich jeden treffen! Viele Dinge sind im Leben unvorhersehbar und so mancher "Penner" hätte sich nie träumen lassen, dass er mal auf der Straße landet!

Diese Gedanken schrieb ich einmal nieder, als ich einen älteren, vom Straßenleben gezeichneten Mann, mit seinem einzigen Freund, einem kleinen Hund, auf einer Parkbank sitzen sah. Das Bild hat mich lange verfolgt und immer wieder einmal muss ich daran denken!

Ich wünsche Euch von Herzen ein schönes Wochenende und allen, denen es nicht gut geht, immer wieder einmal hilfreiche Hände, die ihnen helfen, das Leben erträglicher zu machen!

Eure Renate